Baumaschinenbilder.de - Forum (http://www.baumaschinenbilder.de/forum//index.php)
- Baumaschinen (http://www.baumaschinenbilder.de/forum//board.php?boardid=2)
--- Raupen (http://www.baumaschinenbilder.de/forum//board.php?boardid=17)
---- andere Hersteller (http://www.baumaschinenbilder.de/forum//board.php?boardid=65)
----- Büffel Laderaupe BL 200 Restauration (http://www.baumaschinenbilder.de/forum//thread.php?threadid=47470)
Geschrieben von büffeljohann am 14.11.2010 um 17:04:
RE: Büffel-Restauration
Kipphebelböcke abschrauben (geht ganz leicht weil immer gut geölt) und Zylinderkopf runter, dann sieht das so aus:
Geschrieben von büffeljohann am 14.11.2010 um 17:12:
RE: Büffel-Restauration
Wenn die Zylinderköpfe ab sind, dann sieht man die Zylinderkopfdichtung (der grüne Gummiring!) auf den Laufbüchsen und innen die Kolben.
Damit man die Kolben rauskriegt, muss als nächstes die Ölwanne ab.
Geschrieben von büffeljohann am 14.11.2010 um 17:30:
RE: Büffel-Restauration
Die Ölwanne liegt auf dem Querbalken auf (im Bildhintergrund zu erkennen, der beide Laufwerke miteinander verbindet. Deshalb kann man die Ölwanne nicht einfach rausziehen, sondern muss vorher den Hauptrahmen von der Raupe vom Fahrwerk trennen und den Hauptrahmen um ca. 30 cm anheben. Der Hauptrahmen ist mit dem Fahrwerk durch 12 Schrauben M24 x 60 12.9 verschraubt. Anzugsmoment 1200 NM (!!!). Nur mit Körperkraft war da nichts hzu machen. Ein Schlagschrauber bis 1200 NM ist auch gebraucht unbezahlbar. Für einen Schlagringschlüssel hätte man keinen Platz zum schlagen gehabt. Also war Improvisieren angesagt. Gekröpften 36er-Ringschlüssel auf die Schraube aufsetzen. Den Fuss eines 20 to-Wagenhebers gegen das Leitrad klemmen, den Stempel an den Ringschlüssel drücken und den Wagenheber aufpumpen, bis man das Gefühl hat, dass der Ringschlüssel bald bricht. Dann mit einem 2kg-Fäustel mit voller Wucht auf die Schraube hauen, bis sie sich um ein paar Grad dreht. Wagenheber wieder aufpumpen, wieder auf die Schraube hauen usw. bis man sie mit normalem Werkzeug "von Hand" lösen kann. Zeitbedarf: 6 Stunden für 12 Schrauben. Wenn das geschafft ist, dann muss man die Kiste nur noch aufbocken.
Geschrieben von büffeljohann am 14.11.2010 um 17:34:
RE: Büffel-Restauration
Den Hauptrahmen muss man um 29-30 cm anheben, damit man die Ölwanne rausziehen kann.
Geschrieben von büffeljohann am 14.11.2010 um 17:37:
RE: Büffel-Restauration
In der Ölwanne befinden sich die Rohre für die Trockensumpfschmierung. Die müssen auch noch ab, sonst bleibt die Ölwanne beim rausziehen daran hängen.
Geschrieben von büffeljohann am 14.11.2010 um 17:39:
RE: Büffel-Restauration
Ölwanne von innen
Geschrieben von ZM 15 am 14.11.2010 um 18:55:
Schöner Bericht, weiter so
Gruss Arne
Geschrieben von büffeljohann am 17.11.2010 um 00:00:
RE: Büffel-Restauration
Hallo liebe Forumsmitglieder,
weiter gehts mit meinem Restaurationsbericht.
Wenn die Ölwanne ab ist, dann kann man bequem unter der Raupe durchlaufen. Und was man von unten sieht, sieht erstaunlich gut aus. Kein Rost. Ich hatte schon befürchtet, dass durch das viele Wasser im Öl der Motor innerlich zusammengerostet ist. Erfreulicherweise war das nicht der Fall.
Geschrieben von büffeljohann am 17.11.2010 um 00:12:
RE: Büffel-Restauration
Dann konnte ich endlich die Kolben ausbauen. Alle noch in gutem Zustand, allerdings waren bei zwei Kolben je ein Kolbenring gebrochen. Die Pleullager waren aber alle reif für den Austausch (wenn sie Riefen haben oder man die kupferfarbene Schicht sieht, dann sind sie fertig und müssen ausgewechselt werden). Als die Kolben raus waren, gings an die nassen Laufbüchsen. Um die rauszumachen kann man sich entweder einen Laufbüchsenauszieher von MWM kaufen oder man kann einen selber bauen. Seht selbst!
Geschrieben von büffeljohann am 17.11.2010 um 00:15:
RE: Büffel-Restauration
Das nächste Foto zeigt das Unterteil vom selbstgebauten Laufbüchsenauszieher. Und was dann zum Vorschein kommt, wenn der ordnungsgemäß funktioniert, seht ihr auf dem nächsten Bild.
Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH