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Geschrieben von ZugmaschinenRalf am 22.03.2026 um 13:33:
Hamburger-Verdeck
Ja das Hamburger-Verdeck ist eigentlich einfach zu erklären, siehe Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_Verdeck
Oder auch komplizierter, und da bin ich auch auf die "alten" Fahrensleute angewiesen.
Bitte um Detailierung.
Beste Grüße
Ralf
Geschrieben von twinsplitter am 22.03.2026 um 14:43:
RE: F 223 LNL
| Zitat: |
Original von henning
Moin!
Wollte das zeitnah korrigiert haben - aber erfreulicherweise wurde das ja schon gemacht
Das Foto sollte von einer "Ausstellung" stammen, bei der primär die Mercedes-lastigen Henschel-Produkte gezeigt wurden.
Links neben dem F 223 LNL ist ein weißer F 130 bzw. F 150 zu sehen, der bis auf das Fahrerhaus ausschließlich aus Merzehdes-Produkten bestand.
Der F 223 LNL hätte auch ein F 221 LNL mit 240-PS-Henschel-Motor sein können - den gab es schon länger im Henschel-Programm.
Aber Mercedes wollte natürlich den eigenen V-10-Rasselmotor pushen... immer wieder wurde der ebenfalls lieferbare F 221 mit 240 PS "verschwiegen", wie auch die anderen originalen Henschel-Lkw.
Henning
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Geschrieben von twinsplitter am 22.03.2026 um 14:56:
RE: F 223 LNL
@ Henning
Dass Du ein distanziertes Verhältnis zu Mercedes LKW hast, dürfte allgemein bekannt sein.
Ich selbst war jahrelang nicht gut auf DB zu sprechen, da KRUPP- Kunden in den von DB übernommenen Krupp-Werkstätten wie Stiefkinder behandelt wurden.
Als Beispiel: der Austausch eines defekten Kupplungsnehmerzylinders sollte, da das Ersatzteil fehlte 1 Woche dauern, obwohl Krupp alle möglichen Ersatzteile kostenlos zur Verfügung stellen wollte.
Alle 3 Monate sollten die verkauften E-Teile dann bei KRUPP bezahlt werden.
Nun aber zum eigentlichen Thema.
Ich meine, dass der F 223 LNL ausgestellt wurde, da wegen der 8 PS/Tonne als 38 t Lastzug nur dieses Fahrzeug und nicht der F 221 in Frage kam.
Geschrieben von twinsplitter am 22.03.2026 um 14:57:
RE: Hamburger-Verdeck
| Zitat: |
Original von ZugmaschinenRalf
Ja das Hamburger-Verdeck ist eigentlich einfach zu erklären, siehe Link:https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_Verdeck
Oder auch komplizierter, und da bin ich auch auf die "alten" Fahrensleute angewiesen.
Bitte um Detailierung.
Beste Grüße
Ralf |
Geschrieben von twinsplitter am 23.03.2026 um 09:23:
RE: Hamburger-Verdeck
Das Hamburger Verdeck ist ein Planengestell für Pritschenaufbauten, welches im Gegensatz zu anderen Verdeckgestellen nur zusammengesteckt ist und darum ohne Werkzeug ganz oder Teilweise abgenommen werden kann, um den LKW mittels Kran von oben zu beladen.
Die Sprengung betrug i.d.R. 150 mm. mit 5 Längsbalken.
Später als Ladehöhe immer wichtiger wurde, wurden auch kleinere Sprengungen gebaut, z.B.
75 mm oder auch 0 mm, dann aber mit 7 Planbalken, um Gesamthöhe zu sparen.
Die ersten 3 Bilder zeigen das HH Verdeck im Gebrauch.
Das 4. Bild einen LP 334 mit Werksgestell welches umständlicher zu öffnen war.
Geschrieben von palmstroem am 23.03.2026 um 19:30:
RE: Hamburger-Verdeck
alles gut erklärt, Lothar, aber die Lösung ist ganz einfach: Das Hamburger Verdeck unterscheidet sich vom normalen Plangestell nur durch die erhöhte Stirnwand. Anbei mal eine Ausführung von Vidal für die Ausrüstung eines 3-Achs-Anhängers mit zwei Mittelrungen, welches im Normalfall 4 Sprigelrahmen benötigt, da die Stirnwand nur 1200 mm hoch ist. Das Hamburger Verdeck hat dagegen nur 3 Spriegelrahmen, da die Halter für die Planbäume an der spitzen Stirnwand befestigt sind. Hier wird auch deutlich, wie flach damals die Aufbauten waren und das ein Plandach mit 200 mm Gefälle gebaut wurde. Das sollten sich so manche Oldikollegen mal zur Brust nehmen. Nun gibt es eben unterschiedliche Ausführungen beim Aufbau des Plangestells, wobei offenbar einige Fahrzeughersteller noch nie so ein Ding in der Praxis abplanen mussten, oder nur ein Segnment davon offen gefahren werden musste.
Geschrieben von Der Freiburger am 23.03.2026 um 20:06:
Weiß jemand woher der Name kommt?
Neben dem "Hamburger Verdeck" kenne ich noch das "Beckumer Verdeck" welches oben eine Rollplane besitzt und deshalb gerne bei Getreidekippern eingesetzt wurde.
Bisher dachte ich auch jede klassisches Planenverdeck wäre ein "Hamburger Verdeck" das es sich dabei eigentlich nur um die erhöhte Bordwand vorne handelt wusste ich nicht.
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