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Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
Achim_69

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RE: Information 26.02.2020 00:05 Forum: Oldtimer-LKWs


Zitat:
Original von Jack

Hat jemand von euch Informationen über Diese Allrad Sattelzugmachine...???
.


Hallo Jack,

der Wagen wurde mit etwa 12 anderen Henschel LKW zum Jahresende 2018 von der Fa. Dahms Automobile Inh. Martin Barth in Pressath ohne Brief angeboten und auch verkauft.
Das Fahrzeug war noch ganz gut beieinander, da es vermutlich an die 20 Jahre trocken eingelagert war.
Irgendwo müsste ich auch noch die Fotos haben.....
Der "Sammler" war u.a. wegen langjähriger Mietrückstände flüchtig und hatte sich zuletzt aus Afrika von der Fremdenlegion gemeldet bevor er ganz abtauchte.

Grüße, Achim
Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
Achim_69

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F221-S2A 14.02.2020 08:37 Forum: Oldtimer-LKWs


Zitat:
Original von henning

Hier handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen F 221 S-2A, weil die Aufliegerachsen eng beieinander stehen und somit nur 16 Tonnen auf den Boden bringen dürfen.


Hallo Henning,

es handelt sich nicht nur "sehr warscheinlich" um einen F221-S2A sondern definitiv um einen solchen.
Selbst P. Witteler hatte damals versucht diesen Wagen zu bekommen. Aber die verkaufen (fast) nichts, das Meiste, was damals auf dem Platz stand, ist irgendwann im Schrott gelandet.

Der Audi ist auch verschrottet worden.

Grüße, Achim
Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
Achim_69

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11.02.2020 07:40 Forum: Oldtimer-LKWs


Hallo Hartmut,
das ist ein F221-S2A von 1969 und der Wagen steht seit Mai 2000 nicht mehr dort.
Man sieht es zwar nicht, aber der Wagen hatte einen Unfall. Am Auflieger war die Kipperwelle gebrochen, seit dem stand er.
Grüße, Achim
Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
Achim_69

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HHF Bilder 16.01.2020 11:27 Forum: Oldtimer-LKWs


Hallo zusammen,

F45 mit Tempo Rapid und F20 (mit Ladung), Fotos von gestern morgen, aufgenommen vor dem zukünftigen "HHF Museum" nach etwa 12 h Überführungsfahrt von Gießen über Kassel an die Elbe. Weitere Exponate werden folgen, noch ist genug Platz vorhanden.

Grüße, Achim
Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
Achim_69

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Nachrüstung Henschel Zweileitungsbremsanlage 08.01.2020 13:10 Forum: Oldtimer-LKWs


Hallo zusammen,

um das noch mal zu veranschaulichen hier einige Bilder, ein Leitungsplan sowie die Teile- und Anschlussnummern und einige Bezugsquellen.
Vielleicht findet ja der ein oder andere noch so eine abenteuerliche Nachrüstung in seinem Fahrzeug oder möchte seine noch vorhandene Einleitungsbremse auf Zweileitungsbremse umrüsten.

Auf Bild 1 vom F221K sieht man die Gestängewelle (2) der mechanischen Handbremse, die über die Zugstange (3) den Hebel am Anhängersteuerventil (1) der Einleitungsbremsanlage bedient. Das ASV hat die WABCO Nummer 471 200 001 0.

Auf Bild 2 sieht man das nachzurüstende universal Anhängersteuerventil für die Zweileitungsbremsanlage WABCO 973 002 000 0. Das ist auch bei vielen anderen LKW der 70 er Jahre verbaut worden. Im Zubehör wird es z.B. hier für knapp 125 Euro angeboten, allerdings sollten aus Sicht der Prüfingenieure immer nur Bauteile vom Hersteller der Originalbremsanlage verwendet werden.
Von diesem Bremsventil gibt es noch abweichende Varianten mit anderen Endnummern z.B. für andere Voreilungsdrücke oder Nachfolgemodelle. Wichtig ist bei den in Frage kommenden Modellvarianten, dass sie alle die größeren M22x1,5 Anschlüsse haben sollten, um größeren Luftduchsatz und damit schnellere Ansprechzeiten zu realisieren. Das ist gerade bei älteren Fahrzeugen wichtig, da hier die Bremsanlagen manchmal nicht optimal ausgelegt sind. Auch sollten die ausgewählten Varianten die Anschlüsse 41, 42 und 43 haben.

Bild 3 zeigt das Zusammenwirken vom ASV Einleitungsbremse mit ASV Zeileitungsbremse. Das ASV Einleitungsbremse wird praktisch zum Vorsteuerventil degradiert. Der ursprüngliche Steueranschluss 4 muss mit einer Blindschraube verschlossen werden. Die Ansteuerung erfolgt nur noch über den Hebel. Falls die Ausgangsdruckleistung am Anschluss 2 von ca. 5,2 bar nicht ausreicht, muss im Rahmen einer Überholung mit einem Rep-Satz das Ansprechverhalten des integrierten Druckreglers abgeändert werden.

Die Ansteuerung vom ASV Zweileitungsbremse erfolgt über den Steuerdruck von Bremskreis 1 am Anschuss 41 durch Druckaufbau (direkte Ansteuerung), den Steuerdruck von Bremskreis 2 am Anschuss 42 durch Druckaufbau (direkte Ansteuerung) und durch den Steuerdruck vom ASV Einleitungsbremse am Anschuss 43 durch Druckabbau (indirekte Ansteuerung).

Damit die Installation anschließend so originalgetreu wie möglich aussieht, können die notwendigen, chromatierten Metallleitungen z.B. bei LANDEFELD bezogen werden.
Das zeitgemäße Verschraubungsmaterial habe ich bei JFW gefunden unter Ersatzteile / Druckluftbremsanlage.

Vielleicht hat ja noch jemand einen Leitungsplan von den letzten F161S Fahrzeugen, die mit originaler Zweileitungsbremsanlage ab Werk ausgerüstet wurden.
Auch die entsprechenden WABCO Teilenummern würden mich zum Vergleich interessieren.

Grüße, Achim
Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
Achim_69

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06.01.2020 19:50 Forum: Oldtimer-LKWs


... das hatte sich jetzt gerade überschnitten....

Wenn ich mir die Zeichnung so ansehe, muss es da wohl doch einen dritten Kessel gegeben haben.
Er sitzt aber an einer anderen Stelle als der nachgerüstete und hat auch eine andere Bauform.
Der auf dem Bild ist schmal und länglich und etwa mittig unter dem Rahmen montiert, der an dem F161S nachgerüstete ist seitlich hinter den beiden anderen platziert und relativ dick und etwas kürzer.
Aber die Anschlussweise, ergänzend zu dem außen liegenden Kessel, ist gleich.

OK, sehr schön klatsch , es freut mich das zu sehen. Vielleicht lässt sich so ein originaler, zusätzlicher Luftkessel ja noch irgendwo auftreiben.
Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
Achim_69

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06.01.2020 19:26 Forum: Oldtimer-LKWs


Zitat:
Original von henning
Tchjaaa... wieder was gelernt freu

Ich habe mich - in Ermangelung deiner Baugruppennummer - mal ausführlich mit meinem F 191 S-E befaßt. Leider nur theoretisch mit der "Abbildung" im ET-Katalog und mit Lupe, dennoch schwer zu erkennen. Die leibhaftige SZM steht leider ein gutes Stück entfernt.

Der Auslieferungszustand war also folgender: Einkreisbremse auf Zugmaschine, 2. Kreis nur zum Auflieger. Exakt so, wie du es schon beschrieben hattest daumen
Handbremse mechanisch mit Druckluftventil zur Ansteuerung des Anhängerbremsventils.

Bei einer Zugmaschine, die nicht als Sattel-ZM verwendet wird, sondern dauerhaft ballastiert für Anhängerbetrieb vorgesehen ist, könnte man problemlos das Zweikreissystem VA-HA anwenden. Das ist ja auch der Einsatzzweck deines F 161 S gewesen... eventuell ging der vorgefundene Umbau in diese Richtung? Mal abgesehen davon, daß er vermutlich fehlerhaft ausgeführt wurde...


Hallo Henning,

die Bilder vom Typenschild mit FG-Nummer und Baugruppennummern hatte ich an Deine Emailadresse geschickt, vielleicht sind die zwei Fotos in Deinem Spam Filter gelandet.....

Der Umbau bzw.die Nachrüstung des Anhängersteuerventils-2 für die Zweileitungsbremsanlage beim F161S hätte beim Ausfall von Bremskreis 1 zum Totalversagen der Betriebsbremse des Motorwagens und des Anhänger / Aufliegers geführt. Das dazu noch fehlerhaft platzierte Überströnventil hätte in diesem Fall noch die Anhängerzwangsbremsung verhindert.
Bremskreis 2 (mit Kessel 2) hatte so beim Betrieb der Zweileitungsbremse keine sinnvolle Funktion. Kessel 1 war mit beiden Betriebsbremsen überbeansprucht, so dass zusätzlich Kessel 3 erforderlich war.

Schlussfolgerung: Das nachgerüstete Anhängersteuerventil-2 für die Zweileitungsbremse und das davor gesetzte Überströmventil fliegen aus Bremskreis 1 wieder raus. Ein anderes, neuzeitliches Anhängersteurventil mit 3 Steueranschlüssen wird im Bremskreis 2 platziert. Wenn die Anhängerbremsanlage dann von diesem betrieben wird ist Kessel 3 nicht mehr erforderlich, der kann dann für die Nebenverbraucher verwendet werden.

Da das Fahrzeug zukünftig auch wieder als Sattelzugmaschine seinen Dienst verrichten soll, bleibt der sonstige Aufbau der Bremsanlage bestehen, die Richtigkeit der anscheinend originalen Ausführung hast Du ja bestätigt.
Sicherlich ist das nicht mehr zeitgemäß, da heute die Motorwagen-Bremsanlagen für Fahrzeuge mit Zweileitungsbremse üblicher Weise 3 Bremskreise haben.

Vielleicht schaust Du, wenn sich die Gelegenheit bietet, Dir Deine nachgerüstete Bremsanlage von Deinem F191S-E auch mal genauer an, vielleicht liegen da ähnliche Fehler vor hmm .

Grüße, Achim
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Achim_69

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06.01.2020 11:44 Forum: Oldtimer-LKWs


Zitat:
Original von henning

....Technisch delikat... eine unbeladene Zugmaschine, bei der nur die HA bremst - das ist ja, als würde man die Motorbremse verwenden geschockt

Klar ist der Ausfall eines Bremskreises immer "nur" ein Notfall. ....


... füge hier eben mal die Definition der Hilfsbremsanlage ein, die ich gerade bei Wikipedia gefunden habe, zum besseren Verständnis und zur Abgrenzung von der Betriebsbremsanlage, der Feststellbremsanlage und der Dauerbremsanlage.....

Die Daten habe ich Dir gerade geschickt.

Hilfsbremsanlage: Bessere Bezeichnung wäre wohl Notbremsanlage, da es in den Ausführungen der Bremsanlagen auch den Begriff der Hilfskraftbremsanlage gibt, der aber eine andere Bedeutung hat. Die Aufgabe der HBA ist eigentlich einfach, nämlich bei Ausfall der BBA ein Abbremsen des Fahrzeugs zu ermöglichen. Auch die Ausführung der HBA ist ebenfalls durch die EG-Richtlinie 98/12 geregelt. Meistens wird beim LKW .... die HBA über den Betätigungsmechanismus (Handbremshebel ....) ausgelöst, dazu wird .... die Feststellbremse angezogen, die sich beim Ausfall der BBA noch .... lässt, der Löseweg des Feststellbremshebels ist daher relativ lang ausgeführt, sodass die geforderte Abstufbarkeit der HBA zumindest theoretisch erreicht werden kann....
Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
Achim_69

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RE: Bremsanlage 06.01.2020 09:48 Forum: Oldtimer-LKWs


Zitat:
Original von henning

.....

Bei Henschel wurde die ZweiKREISbremse Mitte der 1960er Jahre eingeführt. Hier zunächst bei den Dreiachsern, ein Kreis wirkte auf die erste und dritte Achse, der andere Kreis auf die mittlere Achse und den Anhänger-Bremsanschluß. Spätestens ab Herbst 1967 waren auch die 16/19-t-Zweiachser mit Zweikreisbremsen ausgerüstet. Dabei wirkte ein Kreis auf VA und Anhänger, der zweite auf die HA.

.....

Wenn ich die FG-Nummer und insbesondere die Baugruppen-Nummer von Achims F 161 S hätte, könnte ich genau nachsehen, wie er original ausgeführt war.

.....


Hallo Henning,

mit den Dreiachsern, da hast Du völlig recht jo ! Den Bremsleitungsverlauf habe ich beim F221K von 1969 auch nachvollziehen können, Kreis 1 wirkt auf die VA und auf die zweite HA, Kreis 2 auf die erste HA und den Anhänger.

Ich hätte mich auch sehr gefreut, wenn Du bei der F161S Bremsanlage recht hättest nein . Leider wirkt bei diesem Fahrzeug von 1971 nur der Kreis 1 auf die VA und die HA. Der Kreis 2 ist ausschließlich für den Auflieger vorgesehen.
Da wurde auch nichts umgebaut, das sieht alles noch sehr original aus.
Du kannst gerne vorbeikommen und es Dir anschauen.

Möglicherweise ist das bei dem F161L (F191L) anders, das müsste man noch mal am Fahrzeug überprüfen.

Der Grund dafür könnte eine andere Lastverteilung sein, da SZM im Solobetrieb überwiegend unbeladen unterwegs sind. Die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsbremsleistung könnte im Solobetrieb nur über die mechanische Handbremsleistung realisiert werden.

Die Daten schicke ich Dir noch, Luispold hat die FG-Nummer schon.

Grüße, Achim
Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
Achim_69

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RE: Bremsanlage F161S 05.01.2020 21:22 Forum: Oldtimer-LKWs


Zitat:
Original von Crawler

es würde mich wirklich interessieren, ob dieser Fehler bei dieser Baureihe wohl schon serienmässig eingebaut war?


Hallo Elmar,

nein, das Anhängersteuerventil-2 für die Zweileitungsbremse ist definitiv nachgerüstet!
Der Verbleib des originalen Anhängersteuerventils-1 der Einleitungsbremsanlage, welches noch mit Metallleitungen angeschlossen ist und der in jeder Beziehung nicht besonders sorgfältig durchgeführte Einbau des ASV-2 mit den neumodischen Kunststoffleitungen geben hier eindeutige Hinweise.

Das Problem mit der Einleitungsbremsanlage, die nach längerem Gebrauch, speziell bei Bergabfahrten, gerne versagt ist hinlänglich bekannt. Daher wurde in Brüssel die Verordnung 71/320/EWG erlassen, die bis zum 30.1.1973 die Zweileitungsbremsanlage verbindlich vorschreiben sollte. Das wurde aber in Deutschland zunächst nur für Sattelzüge umgesetzt, erst einige Jahre nach dem Herborn Unfall auch für normale Anhängerzüge.

Bei dem zweiachsigen F161S, und das wird wohl bei dem F191L von Deinem Vater genauso gewesen sein, ist die Bremsanlage nicht nach den heutigen Sicherheitsstandards ausgelegt.
Die Betriebsbremse (VA und HA) des Motorwagens wird nur über den Bremskreis 1 betrieben. Das ist heutzutage undenkbar!
Zum Vergleich habe ich mal in den 3-achsigen F221K geschaut, wenigstens ist dort eine der beiden HA auch über den Bremskreis 2 angeschlossen.

Weiterhin werden die heutigen Anhängersteuerventile auch über beide Bremskreise (direkt) angesteuert, was damals bei Henschel mit den originalen Einleitungsbremsanlagen noch nicht der Fall war.

Ich werde auf jeden Fall noch das nachgerüstete Anhängersteuerventil-2, mit nur einem Steueranschluss, gegen ein anderes mit drei Steueranschlüssen für Bremskreis 1, Bremskreis 2 und Handbremse austauschen.
Zudem werde ich das ASV-1, welches eine mechanische Verbindung zum Gestänge der Handbremse hat, zum Steuerventil für das neue ASV-2 machen. Das hat dann die gleiche Funktion wie die Handbremsventile bei neuen LKW im Fahrerhaus.
Die modernen Handbremsventile arbeiten indirekt, d.h. der Druck wird abgebaut, genau wie die Anhängersteuerventile der Einleitungsbremse.

Anbei eine weitere Zeichnung von mir, die hatte ich gestern schon mal gemacht. So soll es in Zukunft beim F161S aussehen.

Grüße, Achim
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