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Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
henning

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23.09.2021 23:53 Forum: Oldtimer-LKWs


Moin zusammen!

Ich kann zwar vor Arbeit kaum aus den Augen gucken (die beiden kommenden Tage muß ich mal wieder komplett dafür opfern, meine vier Hochwasser-Geschädigten Henschel - HS 12 HAKV, F 150 K, HS 26 TBM und F 191 S - zu versorgen in der Hoffnung, Schlimmes noch verhüten zu können) - und trotzdem wird in einem Thema, in dem ich Aufklärung versprochen habe, einfach munter weiterspekuliert.

Das klingt hart, ist aber nicht so gemeint. Es ist für mich einfach nur unangenehm mit anzusehen.


Das Vorwählen stimmt, seitdem von der mechanischen Schaltung auf elektropneumatische Schaltung umgestellt wurde (ca. 1952/53, Zeit zum Nachsehen läßt mir hier niemand).

Die elektropneumatische Schaltung wirkt wie eine gespannte Feder - Luft ist kompressibel und wirkt wie eine solche. Sobald im Getriebe die Schaltklauen passend standen, konnte die Schiebemuffe verschoben werden.

Diese Schaltung hatte bei allen nachgeschalteten Getrieben (Stufen- oder Verteiler-) das gleiche Wirkprinzip.

Luispold irrt, wenn er das Fehlen von Stufengetrieben in 16- und 22-t-Lkw bei Henschel vermißt. Ich habe klar geschrieben vom HS 100 (incl. Nachfolger) und vom HS 26 HK bzw. seinem Nachfolger H 261 K.

Zu exacteren Nachforschungen wurde mir keine Zeit gelassen.

Klar aber ist, daß Stufengetriebe immer an die Stelle eines Verteilergetriebes rückten - sie konnten deshalb bei nur bei Nicht-Allrad-Lkw eingesetzt werden.


In Zeitnot:

Henning
Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
henning

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22.09.2021 10:31 Forum: Oldtimer-LKWs


Moin Luispold,

serienmäßige Stufengetriebe gab es beim HS 100 (beim Allrad stattdessen Verteilergetriebe) und beim HS 26 HK bzw. deren Nachfolgern. Betätigung am Armaturenbrett (seit der elektropneumatischen Betätigung, vorher Gestänge).

Wippschalter am Schalthebel für GV (ins Schnelle), konnte man auch für VG oder SG belegen, Kabel machens möglich.

Vorsicht bei Gruppengetrieben, die nicht während der Fahrt geschaltet werden dürfen wg. zu hohem Übersetzungssprung!

Muß mich jetzt auch um Getriebe kümmern - aber nicht literarisch, sondern manuell. Weiteres deshalb später. Gibt auch ein Buch, wo Einiges drinsteht (für Eilige).


Henning
Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
henning

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RE: Übersetzungsprünge 21.09.2021 20:41 Forum: Oldtimer-LKWs


Zitat:
Original von Karane
Hallo Henning,

... Die Sprünge werden also kleiner.

Das macht meiner (von praktischer Erfahrung vollständig unverfälschter) Meinung nach auch Sinn:

In den niedrigen Gängen darf die Drehzahl weiter abfallen - der Motor kann dort eh' voll ausgedreht werden und das notwendige Drehmoment im nächsten Gang ist auch nicht so hoch. Der Anschluss wird klappen.

In den höheren Gängen sind kleinere Sprünge wichtig - dort bewegt man sich eher an der Leistungsgrenze des Motors. Zu große Sprünge könnten hier dazu führen, dass man nicht mehr hochschalten kann, weil im höheren Gang bei niedriger Drehzahl einfach das Drehmoment nicht reicht.


Ralf



Moin Ralf -

Herzlichen Glückwunsch, volle Punktzahl klatsch klatsch klatsch

Die Begründung ist schon perfekt, auch die Schlußfolgerung mit dem Splitter!

Wobei der sinnvollerweise ins Schnelle geht, und darum vor dem Schaltgetriebe plaziert werden kann. Denn in seiner Normalstellung (1:1) bleibt das Eingangsdrehmoment für das Schaltgetriebe gleich - ins Schnelle geschaltet, verringert sich das Eingangsmoment. Der Splitter ist dann fürs Getriebe unschädlich.

So sind die Gruppen-Vorschaltgetriebe (ZF GV-70, 80, 90...) ausgelegt.

Anders sieht es aus, wenn das Zusatzgetriebe als Getriebe-Untersetzung dienen soll. In dem Fall geht es ins Langsame, weshalb es dem Schaltgetriebe nachgeordnet sein muß. Typisch also für schaltbare Verteilergetriebe.

Stufengetriebe sind, zumindest bei Henschel, auch immer nachgeschaltet, selbst dann, wenn sie ins Schnelle gehen.

Fortsetzung folgt (bei Bedarf)


Henning prost
Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
henning

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20.09.2021 22:43 Forum: Oldtimer-LKWs


Also ich hatte noch keine Zeit, das Video anzusehen. Aber ich vermute, daß ich es kenne...

Wenn sich mal jemand zutraut, meine obige Frage zu beantworten, werde ich mich bemühen, das Thema mal etwas breiter darzulegen.

Meine Frage ist wichtig - sie erklärt, warum man Gänge nicht generell "halbieren" kann, sonder entweder nur die unteren, oder nur die oberen. Damit wären wir mitten im Thema.

Ich schrieb ja schon, daß mein HS 22 HAK normal 12 Gänge hat. Mit zwei - jeweils zweigängigen - Zusatzgetrieben hätte er 48 Gänge. Nur - welche sind (wann) nutzbar, und welche überschneiden sich??

Ich bleibe gespannt!
Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
henning

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20.09.2021 22:30 Forum: Oldtimer-LKWs


Moin!

Vielleicht ist meine oben formulierte Aufgabe etwas zu "theoretisch". Einfach deshalb, weil man sich nicht jederzeit in einen seiner Lkw setzen kann, um es auszutesten.

Deshalb ein Tipp... beim Pkw ist es genau so wie im Lkw!

Also reinsetzen und beim Hochschalten jeden Gang bis 5000/min (wer auch im Pkw den Diesel bevorzugt, 4000/min) ziehen, dann hochschalten. Darauf achten, wie stark der Drehzahlmesser im höheren Gang abfällt.

Die Frage bleibt: wird dieser Abfall im höheren Gang (also vom vierten in den fünften) größer (a) oder kleiner (b) als vom zweiten in den dritten Gang??????????????????????????

Also ich weiß es... großes Grinsen


Henning prost
Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
henning

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20.09.2021 15:18 Forum: Oldtimer-LKWs


Moin!

Luispold scharrt schon wieder ungeduldig mit den Hufen... dabei könnte er gern raufkommen für ein paar Tage zum Aufbereiten meiner Flut-Opfer Aufsmaul

Dann käme er mal auf andere Gedanken großes Grinsen - und ich hätte Zeit gewonnen, hier zu schreiben rtfm

Also, wie schon gesagt, auf die Vor- und Nachschaltgruppen komme ich später. Eigentlich müßte ich dazu auch noch Diagramme malen... - aber ich kann ja schon mal eine Denksportaufgabe zur Vorbereitung stellen:

Wenn man ein normales AK-Getriebe, z.B. ZF-AK 6-80, vom ersten bis zum sechsten Gang hochschaltet - wie verhält sich die Drehzahl??

    - a) der Sprung wird mit jedem Schaltvorgang größer, - b) der Sprung wird mit jedem Schaltvorgang kleiner


Bevor das geklärt ist, fange ich sowieso nicht an!


Ja und zu dem - vermeintlichen? - F 161 AK. AK heißt Allrad-Kipper, selbstverständlich könnte es auch ein AS sein, also eine Allrad-Sattelzugmaschine.

Ich habe unten mal eine Ausschnittvergrößerung eingestellt. Tatsächlich sieht man, daß es sich um ein langes Fahrerhaus handelt! Die Beifahrertür ist nicht geschlossen, wie man über dem Kotflügel sieht. Dadurch ist die Sicht auf die hintere Seitenscheibe oben stark eingeschränkt.

Kein Zweifel: diese Scheibe ist vorhanden, also ein langes Haus.

Das hat es durchaus ab Werk so gegeben, wenn man es wollte. Wäre heute wohl der Standard, damals jedoch selten.

Ein F 161 - also ab Herbst 1967 - wegen der seitlich heruntergezogenen Kotflügel und des eckigen Blinkers. Ein wenig fraglich könnte das sein wegen des schwächeren Mitnehmers in der Vorderradnabe, den man deshalb auch kaum sieht. Ich müßte nachschauen, ab wann der stärkere Mitnehmer Serie war.


So - die obige Aufgabe nicht vergessen!


Henning winke
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Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
henning

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19.09.2021 22:51 Forum: Oldtimer-LKWs


Hallo Rudi,

glasklar ein F 161 AK. Etwas befremdlich sind die hinteren Gummikotflügel (jedenfalls für Deutschland). Daß der Radstand länger erscheint als die serienmäßigen 3625 mm, schiebe ich mal auf das Foto Pfeifen


Zwei Dinge liegen besonders auf meiner Agenda - ich hoffe endlich mal zeitlich zur Ruhe zu kommen dafür.

Eines ist das Modell des HS 16 HK, das Gerhard T. in Planung hat. Ich werde mich da noch um Rahmenzeichnungen kümmern müssen, aber auch um solche vom Fahrerhaus.

Und natürlich die Frage von Luispold zu den Schaltbetätigungen und -möglichkeiten am Henschel. Ist alles so kompliziert nicht... es sei denn, jemand baut seinem Allrad-Dreiachser mit Zweigang-Verteilergetriebe noch eine Vorschaltgruppe dazu Pfeifen Die Erläuterungen erfordern mal wieder von mir einen recht techniklastigen und ausführlichen Text... nix worum ich mich grad reiße, aber die Frage ist ja berechtigt.


Also hoffentlich bis bald - wünscht mir viel Zeit, dann gehts schneller lach

Henning
Thema: HENSCHEL - Geschichte, Infos & Bilder
henning

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19.09.2021 00:39 Forum: Oldtimer-LKWs


Moin zusammen!

Detlef hat recht, das obere Foto kann wegen des Mitnehmers (Radnabenabschluß) kein Henschel sein. MAN käme durchaus in Frage.

Der Kipper auf dem unteren Foto ist ein HS 100 AK, Baujahr zwischen 1958 und 1961. Wegen ihrer geringen Kopflast (6,1-Liter-Motor mit 132 PS) und der seit 1951 serienmäßigen hinteren Quersperre waren sie im Gelände überaus agil.

Wir sind hier mit Sicherheit alle keine "Nietenzähler", aber es macht eben Spaß, Lkw möglichst genau zu bestimmen. Was den Nebeneffekt hat, daß man Fotos nicht einfach so hinnimmt, sondern auch ein wenig Ehrgeiz entwickelt und genauer hinschaut.

Bin immer sehr erfreut über alte Fotos aus dem Alltag solcher Lkw!!


Henning prost
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16.09.2021 23:54 Forum: Oldtimer-LKWs


Zitat:
Original von cj7
Henning
Damit liegst Du falsch, ich kenne aus der Landwirtschaft Unimog mit mindestens 32 (in worten zweiunddreizig)Gängen, habe selber solche gefahren! Bin schließlich 7Jahre Vorführer und Berater bei einer renomierten Landmaschinenfirma gewesen. Auch wenn ich Mercedes nicht mag, muß doch Recht bleiben was Recht ist.




Moin Werner!

Was die Anzahl der "Gänge" betrifft... naja. Der erste Traktor, den ich als Kind fahren durfte, war ein Deutz D 20. Weiß der Geier, wieviel "Gänge" der hatte! lach

Ich sollte, je nachdem, was zu zu tun war, einen bestimmten "Kerf" einstellen. Das waren aber sicher keine mechanischen Gänge, sondern Standgas-Einstellungen.

Ich beziehe mich immer, wenn es um Technik geht, um zeitgenössische Ausführungen. Es sei denn, ich weise besonders auf verscheidene Epochen hin.

Mein Henschel-Allrad-Dreiachser hat serienmäßig 12 Vorwärtsgänge. Durch die Vorschaltgruppe hat er 24. Mit Verwendung eines Stufengetriebes hat er 48 Vorwärtsgänge!

Natürlich gibt es dabei viele Überschneidungen. Ein guter Fahrer weiß, wann er was nutzt. Für dich nix Neues, du weißt das ja auch.

Also... ein Unimog mit nur 32 Vorwärtsgängen kann mich nicht aus der Ruhe bringen. Zur Zeit des HS 16 TAK gab es so einen Unimog garantiert noch nicht.


Wir müssen immer aufpassen, was wir vergleichen. Für mich gilt die mechanische Problemlösung, elektronische Aufschaltungen haben für mich (maximal) Null Reiz.


Gruß, Henning

prost
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henning

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HS 16 TAK ./. HS19TAK 16.09.2021 23:35 Forum: Oldtimer-LKWs


Ich habe in der obigen komprimierten Darstellung noch etwas vegessen!

Der HS 16 TAK war vom Start seiner Karriere an ein 19-Tonner! Vom ersten Tag seiner Produktion an hatte er keineswegs mehr die übliche 10-Tonnen-Hinterachse, sondern die 13-t-Hinterachse.

Er war insoweit dem HS 19 TAK technisch gleich, lediglich in der Abstimmung der Bremsen gab es recht einfache Unterschiede.

Was auch erklärt, daß die Leergewichte dieser beiden Typen fast identsich waren. Lediglich das Mehrgewicht für die 19-t-Bereifung schlug bei der 19-t-Variante zu Buche.


Henning prost
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