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Baumaschinenbilder.de - Forum » Baumaschinen » Seilbagger » Liebherr » Das LIEBHERR Seilbagger-Quintett der Fa. Seilbagger GRAN » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen Das LIEBHERR Seilbagger-Quintett der Fa. Seilbagger GRAN
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thomas d   Zeige thomas d auf Karte



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Dabei seit: 09.06.2007
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winke winke
Dave leere mal dein Postfach zwinker

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winke Mercedes-Benz das Power-Wunder, rennt den Berg hinauf wie Andere runter daumen
25.01.2017 18:45 thomas d ist offline E-Mail an thomas d senden Beiträge von thomas d suchen Nehmen Sie thomas d in Ihre Freundesliste auf
Schlorg   Zeige Schlorg auf Karte



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Hallo Leute,

leider kommt es oft anders als man denkt, weshalb es hier von jetzt auf gleich einen Stillstand gegeben hat.

Wie es der Christian schon gesagt hatte, hänge ich die letzten Wochen und Monate gut in der Arbeit drin. Leider haben mehrere meiner Kollegen fast zeitgleich gekündigt, bei einem ist zum Jahreswechsel der Vertrag ausgelaufen und zusätzlich war ein weiterer Kollege 10 Monate Elternzeit. Da war es von jetzt auf gleich vorbei damit, den ganzen Tag bei den Grans rumzuhängen und hier im Forum Berichte zu erstellen und ich musste tatsächlich mal meiner Arbeit nachgehen... Augen rollen Augen rollen

Ich muss allerdings auch ehrlich zugeben, dass ich mich oft, in meiner spärlichen freien Zeit, nicht dazu motivieren konnte, hier weiter zu machen... Aber das ganze hier ist ja, zumindest für mich, nach wie vor ein Hobby und soll vor allem Spaß machen. daumen

So habe ich tatsächlich das erste mal in 11 Jahren für 3 oder mehr Wochen am Stück hier nicht reingeschaut...

Zwischenzeitlich ist mein Überstundenkonto in abgefahrene Dimensionen gewachsen, aber zumindest ist seit einer Woche mein Kollege aus seiner Elternzeit zurück, was schon ein guter Lichtblick ist... Gerne hätte ich noch zum Anfang Februar jemand zur Verstärkung unseres Teams eingestellt gehabt, aber da war bis jetzt nichts dabei und so hoffe ich, dass izumindest bis Anfang März jemand eingestellt ist, der zu uns passt.

Viel belangloses Zeug und gejammer über meine Arbeit, interessiert euch nicht, ihr wollt ja was über Liebherr Seilbagger lesen hier... Zunge raus


@ThomasD: Postfach ist geleert. daumen



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Ich kürze das jetzt hier ab, um euch auf den aktuellen Stand zu bringen, was den HS883 angeht...


Nachdem die Pumpe beim überholen war, kam Roland nochmal und die Pumpe wurde wieder montiert und eingestellt.

Wie es der Andi weiter oben schon geschrieben hatte... der Bagger geht jetzt ohne Probleme... aber ein HS883 wirds nicht mehr... Der Bagger ist, vor allem beim Schwenken, wesentlich träger als die beiden HS882er. Eventuell könnte man den Bagger mit 2 größeren Schwenkmotoren noch etwas beschleunigen... Aber bevor jetzt wieder eine hübsche Summe Geld für solch einen Umbau in die Hand genommen wird, muss der Bagger erstmal welches verdienen.

Außerdem steht der Bagger, trotz seiner rund 20 Tonnen mehr Gewicht, mit dem 9TS Kübel nicht besonders gut und wenn man nicht aufpasst und mal einen großen Sandstock in der Schaufel hat, steht der Bagger schneller auf nurnoch einer Kette als man sich versieht.

Der HS882 No.1 hat mit dem großen Hendrix 9TS weniger Probleme... so richtig weiß man nicht woran es liegt, ne Theorie dazu: Es wird wohl damit zusammenhängen, dass viel vom Mehrgewicht des HS883 ziemlich zentral im Unterwagen sitzt. Die 2 Tonnen MENCK Ballast die der HS882 No.1 zusätzlich aufgeschnallt bekommen hat, die sitzen ja gleich ein paar Meter weiter hinten und durch den längeren Hebel sorgen die für den besseren Stand.

Aber was zählt: Der Bagger läuft jetzt seit November gut und Rainer hat glaube ich schon 2 oder 3 mal die komplette Fläche vollgeschmissen. Das träge Schwenkwerk lässt sich mit einer anderen Arbeitsweiße etwas kompensieren.


Anbei ein paar Fotos, die ich am Freitag den 20.01 aufgenommen habe... alles ist ruhig in der verschneiten Kiesgrube und Liebherr und Menck warten bis es im Frühjahr wieder weitergeht... Die Schleppschaufel der No.3, die aus Platzmangel etwas im Wasser hängt ist gut eingefroren und würde bei den derzeitigen Temperaturen und der Dicke der Eisschicht vermutlich so stehen bleiben, selbst wenn man die Bremse aufmacht. Augenzwinkern


Schaut doch mal in die Threads zur Hydraulikbagger und Laderaupe der Fa. Gran... denn da rührt sich jetzt über den Winter was! :-)

http://www.baumaschinenbilder.de/forum/t...tuser=0&page=12

und

http://www.baumaschinenbilder.de/forum/t...d=56096&page=11


Viele Grüße und bis bald,

der Schlorg

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LH2010



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Servus Dave,

Arbeit geht vor, Deine Berichte kommen bestimmt wieder wie ich Dich mittlerweile kenne. daumen

Grüße

Sepp prost
27.01.2017 21:44 LH2010 ist offline E-Mail an LH2010 senden Beiträge von LH2010 suchen Nehmen Sie LH2010 in Ihre Freundesliste auf
Starliner
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Gestern hatte ich die Gelegenheit erneut bei der No.2 vorbei zu schauen........

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- Rainer Gran -





Bereits im Kindesalter konnte Rainer, in der Kiesgrube seines Vaters, die ersten Erfahrungen an den Hebeln und Pedalen eines Seilbaggers machen. Manchmal geschah dies unter Aufsicht, später dann, nach dem Schulunterricht, auch mal heimlich. Damals war das eine kleinere Weserhütte und es waren noch Holzklötze auf den Pedalen, sowie das Arbeiten im Stehen nötig um diese zu betätigen. Die seiner Zeit ausgehobene Kiesgrube, ist heute der beliebten Badesee „Baisch“ in Langenpreising.

Den ersten Kontakt mit Hydraulikbaggern hatte Rainer etwas später, ebenfalls im Betrieb des Vaters. Dieser hatte, als die Hydraulikbagger zu dieser Zeit gerade Ihren Einzug auf den Baustellen hielten, in einen gelben Pingon Bagger investiert. Diesen Bagger-Exoten kenne ich noch aus meiner Kindheit, sah ich ihn doch oft aus dem Auto heraus am Rande eines Neubaugebiets stehen, wenn ich mit meiner Mutter zum Einkaufen nach Moosburg fuhr.

Die Faszination der großen Maschinen ließ ihn nicht mehr los. So war er auch die Jahre danach beständig auf Baustellen, in verschiedenen Werkstätten sowie in Kiesgruben und Kieswerken anzutreffen und begann seinen eigenen Weg in der Baubranche zu gehen. Neben ersten eigenen Maschinen, wie einem Fahrmischer, bediente er auch fremdes Gerät. So hat er zum Beispiel bei der Firma Welzel aus Moosburg tausende Tonnen Beton für den Bau des Kernkraftwerks Isar II gepumpt. Wenn sich die Gelegenheit bot, wurde aber auch einmal kurzfristig für einen eigenen Auftrag Gerät beschafft, so erinnere ich mich aus Erzählungen an einen sehr gebraucht gekauften Liebherr Raupenbagger mit noch stärker verschlissenen Hydraulikhammer, mit dem Rainer mal kurzfristig als Winterarbeit eine große Betonfläche hinter einem Kieswerk im Münchner Raum abbrach. Das dürfte sein erster, eigener Bagger gewesen sein. Wenn der Winter lang und streng war und die Baustellen ruhten, dann verdiente er sich auch mit Schlosserarbeiten sein Geld und hat so zum Beispiel in dem einen oder anderen Kieswerk im Münchner Umland über den Winter in die verschlissenen Trichter neue Bleche eingeschweißt und Bandanlagen gewartet und repariert.

Rainer lernte seine Frau Maria kennen und die beiden heirateten. Es kamen die beiden Söhne, Andi und Stefan zur Welt. Im idyllischen gelegenen Ort Buch am Erlbach baute er für seine junge Familie ein Haus, am Hang gelegen und mit schönem Garten, wo sie bis heute wohnen.

Als mein Sohn Josha zur Welt kam, erzählte mir Rainer, wie er das früher mit Andi und Stefan machte, als diese je etwa ½ Jahr alt waren. Die Baustellen mussten laufen und freie Zeit war bei den Grans damals schon, wenn nicht vielleicht sogar mehr als heute, ein knappes Gut. Da wurden die Kinder eben in der Babytrage mit auf die Baustelle genommen, hinter dem Fahrersitz ins Führerhaus gestellt und dann wurden LKWs beladen. Durch das gleichmäßige Brummen des Motors und der Hydraulikpumpen, waren die Jungs dann an Papas Seite eine ganze Weile ruhig und vergnügt. Wen wundert es denn da noch, dass Andi und Stefan heute beide solch begabte Maschinisten sind, wenn es ihnen doch so „in die Wiege gelegt“ wurde?

Ich lernte Rainer vor etwas über 20 Jahren kennen. Zu der Zeit verdiente er sein Geld vor allem mit Baggerarbeiten für Baugruben, kleinen Abbrüchen, Hausanschlüssen und Ähnlichem. Auch damals wurde schon in Eigenregie Kies mit Seilbaggern gewonnen, welcher unter anderem bei der Flurbereinigung im Erdinger Moos verwendet wurde. Es waren glaube ich 2 Demag B406 Seilbagger in einer Kiesgrube bei Pottenau, die ich damals bei Radltouren durchs Umland entdeckte.

Ich war etwa 10 Jahre alt, als er in meiner Nachbarschaft einen Garten neu anlegte. Das Hanggrundstück wurde in drei Terassen aufgeteilt und aus Betonsteinen entstanden entsprechende Stützmauern. Ich erinnere mich noch genau daran, dass ich mehrere Tage auf dieser Baustelle zubrachte und immer wieder begeistert dabei zusah, wie Rainer mit einem kleinen Atlas Radlader Tour für Tour die schmale Zufahrt in den Garten hoch und wieder zurück fuhr, um Material in den grünen Mercedes LP Kipper mit Kran zu verladen, oder von dort zu holen. Auch Andi lernte ich damals kennen. Er war zwar nur etwas älter als ich, durfte aber seinem Vater nach der Schule aber schon an den Hebeln eines Kubota Minibaggers zuarbeiten.

Wer hätte denn damals daran gedacht, dass Rainer 20 Jahre später, neben zahlreichen anderen Geräten, drei über 120 Tonnen schwere Seilbagger besitzt und betreibt? Und wer hätte gedacht, dass ich 20 Jahre später mal so viel Zeit mit den Grans verbringe um Ihre Arbeit zu dokumentieren?

Im Laufe der Jahre war Rainer auf so vielen verschiedenen Baustellen hier in der Umgebung in irgendeiner Art und Weise tätig. Er hat in unzähligen Arbeitsstunden solche unglaubliche Mengen an Beton transportiert und gepumpt, sowie so viele hunderttausend Tonnen Kies gewonnen, dass es kaum möglich sein wird, in den umliegenden Ortschaften eine Straße zu befahren in der nicht zumindest ein Haus steht, an dessen Fertigstellung Rainer in irgendeiner Form mitgewirkt hat. Sei es durch seine eigene Arbeit beim Bau der Straße oder des Hauses, oder durch von anderen Firmen verbauten Beton, Sand oder Kies, den er zuvor bereits einmal in der Baggerschaufel, der Ladefläche oder im Fahrmischer hatte.

Genauso wie er ein versierter Maschinist war, so war Rainer auch ein genialer Tüftler, der sich in die Technik hineinversetzen konnte und sich dabei stets selbst zu helfen wusste. Gab es für eine Reparatur kein passendes Werkzeug, oder es wurde eine spezielle Vorrichtung benötigt, dann erdachte und baute Rainer diese kurzerhand selbst. Derart praktisch veranlagt, sammelte er im Laufe der Jahre so viel Erfahrung, dass er in der Lage war, all seine Maschinen größtenteils selbst zu warten und zu reparieren. Wenn er eine Möglichkeit sah, sich seine Arbeit zu erleichtern, dann nutzte er auch hier sein Geschick und baute selbst, was hierzu nötig war. So erinnere ich mich unter anderem an seinen genialen Umbau der Schwenkantriebe an den drei Menck Seilbaggern, der sogar von anderen Firmen übernommen wurde, an die Klappvorrichtung für die Ausleger der Mencks, das Fairlead, welches er mal zum Testen für den Menck Nr.2 gebaut hatte, oder auch einfach nur an so etwas triviales, wenngleich ebenso geniales, wie seine „Wäscheleinen und Magnet-Umlenkrollen“ -Konstruktion zum „ferngesteuerten“ Anheben oder Absenken des Kontergewichts bei den Liebherr Seilbaggern. Als erklärter Gegner von „Das hält schon irgendwie“ und „schnell, schnell“ wurden all seine Arbeiten ordentlich und nachhaltig ausgeführt. Dabei lernte er nie aus und sein Wissens- und Erfahrungsschatz wuchsen stets weiter.

Ja, arbeiten, das konnte er, der Rainer, ganz egal ob Wind und Wetter oder brütende Hitze vorherrschten, er war unermüdlich und eine 40 Stunden Woche war ein Fremdwort. Obwohl er wahrlich nicht der größte war, hatte er eine unbändige Kraft und Ausdauer. Bis heute frage ich mich, wie er so manche Schraube lösen konnte, die ich vorher nicht einen Millimeter bewegen konnte, obwohl ich mit meinem ganzen Körpergewicht ächzend am Schraubenschlüssel hing.

Die Geschichten, die mir Rainer im Laufe der letzten Jahre erzählt hat, wenn wir mal wieder zum Ratschen und Rauchen beieinander standen, könnten ganze Bücher füllen. Oft ging es um Erzählungen aus seiner Kindheit, über wilde Erlebnisse seiner Jugend, oft im Zusammenhang stehend mit Mofas, Mopeds und/oder Diskotheken, oder auch Berichte von Nacht und Nebel Aktionen aus Werkstätten und den Baustellen der vergangenen Jahrzehnte. Leider würde diesen Erzählungen jedoch der nötige und unvergleichliche „Charme“ fehlen, die Rainers Art den Geschichten verlieh, wenn ich Sie nacherzähle.

Unser Christian – M60 hat Rainers Wesen vor ein paar Tagen als „Rau, aber stets herzlich“ beschrieben und mir würde nichts einfallen, wie man es treffender beschreiben könnte. So hat sich Rainer durch seine besondere und allseits geschätzte Art im Umgang mit Freunden und Bekannten, aber auch Mitbewerbern und Auftraggebern, ausgezeichnet. Ihm war es wichtig, dass man sich stets auf Augenhöhe und in einem normalen Tonfall unterhielt und er war immer darauf bedacht, gute Kompromisse einzugehen, so dass beide Parteien ein faires Geschäft machen. Leben und leben lassen war die Devise und ein Handschlag bedeutete bei Rainer noch etwas. Wenn er einen Auftrag erteilt bekam, konnte man sich darauf verlassen, dass die Arbeit zuverlässig und ordentlich ausgeführt wurde. Er war sehr stolz auf dass, was er selbst geschaffen hatte und wie sich sein Betrieb im Laufe der Jahre etablierte und stetig vergrößerte. Das zeigte er auch mit seiner guten Arbeit.

So sehr ich es auch versuche, kein Bild das ich hier zeige und kein Wort das ich hier schreibe, vermag seinen einzigartigen, Charakter und seine fröhliche Wesensart hier so zu veranschaulichen, wie er war, wenn man mit ihm zusammen stand und sich in lustiger Runde unterhielt. Man muss Rainer einfach selbst erlebt haben.Ich bin Rainer sehr dankbar, dass ich stets willkommen war und dabei in den letzten Jahren so viel von Ihm lernen durfte. Neben all den technischen Dingen, Kniffen und Tricks, die ich mir im Laufe der Jahre bei der Arbeit mit ihm abgeschaut habe, (so sind die Grans sicherlich mit schuld an meiner Leidenschaft für Werkzeuge und Maschinen) habe ich auch menschlich mindestens ebenso viel von Rainer gelernt, was mir heute immer wieder mal in meinem Alltag, meiner Arbeit und im Umgang mit anderen hilft. Es freut mich andererseits umso mehr, dass auch ich ihm hin und wieder noch etwas Neues zeigen und auch stellenweise mal mit meinem Wissen dienen konnte.




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Nach kurzer, schwerer Krankheit ist Rainer Gran im Alter von 57 Jahren, am 5.02.2017 verstorben.



Dieser Beitrag hier, nein, eigentlich das ganze Thema über die Liebherr Seilbagger und noch viele weitere, einzelne Beiträge hier im Forum sind ein schönes Andenken an Rainer selbst, seine Arbeit und all das, was er im Laufe der Jahre geschaffen hat. Hoffentlich kann man noch lange Jahre hier ins Forum und speziell immer wieder mal auf Seite 91 dieses Themas schauen und meine Worte zu Rainer wiederfinden. Ich weiß, dass er hier auch immer wieder voller Freude und Stolz mitgelesen hat.

Für die Lücke, die Rainer in unserer Mitte hinterlässt, wird es keinen passenden Stein mehr geben, um Sie wieder auszufüllen.


In Zukunft werden Andi und Stefan Gran gemeinsam weiterführen, was Rainer begonnen hat.




Bitte habt Verständnis für meine Bitte, von öffentlicher Anteilnahme sowie jeglichen Nachfragen und Kommentaren, hier, per PN oder sonstwie abzusehen. Vielen Dank.



Die Bilder sind in 1280x1024 und werden beim anklicken vergrößert.

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Wie bereits in meinem letzten Beitrag geschrieben führen Andi und Stefan gemeinsam Rainers Werk fort.

Auch wenn sich viel geändert hat und obwohl den beiden jetzt eine schwierige Zeit bevorsteht, darf und möchte ich hier gerne weiter über die Arbeit der Fa. Gran berichten.


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Viele von euch werden sicherlich die aktuellen Abraum-Baustellen der Fa. Gran im Volvo-Hydraulikbagger Thread mitverfolgt haben. Naturgemäß ruht die Kiesgewinnung mit dem Seilbagger über den Winter, weil halt kaum Kies benöitgt wird. Dafür räumen die ganzen Kieswerke über den Winter ihre neuen Abbauflächen ab. Jetzt ist gerade die Übergangszeit, wo die Abraumarbeiten noch nicht abgeschlossen sind, die ersten Kieswerke aber so langsam wieder mit der Arbeit beginnen.

Rainer und Andi hatten im November und Dezember eigentlich in jeder Grube, in der eine Maschine der Fa. Gran steht, nochmal alles soweit vollgeschmissen, dass jetzt erstmal Kies genug vorhanden war. Dennoch kamen in den letzten Wochen bereits die ersten Anfragen für neuen Kies herein und es ist bereits jetzt abzusehen, dass die beiden in den nächsten Wochen und Monaten wirklich eine Menge zu tun haben werden um überall genug Kies herzubekommen.

In den letzten Wochen haben Andi und Stefan beide schon etwas Kies geschmissen, als wegen des Regenwetters nicht im Abraum gearbeitet werden konnte. Stefan hat 3 Tage lang den Menck M154LC No.3 getratzt und Andi hat bereits ein paar Stunden auf seinem HS882 No.2 zugebracht.



Vorgestern stand mal wieder eine ganz besondere Aufgabe auf dem Plan.

In dem Kieswerk, in dem der HS882 No.1 tätig ist, wird der vom Seilbagger gewonnene Kies mittels Radlader aufgenommen und in einem Trichter aufgegeben, welcher den Kies dann auf ein langes Förderband gibt, welches über mehrere hundert Meter durch das ganze Kiesabbaugebiet führt und auf einer großen Halde in der Nähe des Werks endet. Von dort wird der Kies dann nach Bedarf ins Werk abgezogen.

Je weiter der Kiesabbau fortschreitet, desto weiter werden auch irgendwann die Strecken, die der Radlader pro Schaufel zurücklegen muss. So muss der Trichter und die Bandanlage auch immer wieder mal umgestellt werden um in der Nähe der Kieshalden zu bleiben. Das ganze ist auch wieder eine typische Winterarbeit, denn wenn der Laden erstmal läuft, ist keine Zeit für mehrere Tage die Bandstraße außer Betrieb zu nehmen um umzubauen.

Der Trichter, in den der Radlader den Kies aufgiebt, wiegt ohne das Sieb etwa 7-8 Tonnen. Die ganze Stahlkonstruktion steht auf einer Bodenplatte aus Beton, die etwa 6x6 Meter haben wird. Diese Bodenplatte wurde von einem Statiker berechnet und ist mit 4 Anschlagspunkten versehen um Sie ebenfalls immer wieder umsetzen zu können. Gewicht der Bodenplatte: ~ 16 Tonnen

Das letzte mal wurde das ganze Procedere vor etwa 2 Jahren durchgeführt, jetzt war es wieder mal soweit.

Der Umbau der Bandanlage stellt für die fähigen Jungs aus dem Kieswerk kein Problem dar. Des haben die alle schon oft genug gemacht, ist alles Routine. Lediglich das Gewicht von Trichter und Bodenplatte stellt die Mannschaft vor Probleme.... gut, wenn zufällig gerade ein ausgewachsener Seilbagger vor Ort ist! daumen


Als ich mich mit Andi im Kieswerk traf, waren die Vorbereitungen für das Umsetzen des Trichters noch in vollem Gange. Während am alten Standort noch die Zufahrtsrampe aus Kies weggeladen wurde um die Bodenplatte freizulegen, wurde am neuen Aufstellort ein Plateau aus Sand errichtet und mit einer Schicht 2-5er Split aufgeschüttet, welche dann in der richtigen Höhe abgezogen wurde. Dies ist das neue "Bett" für die Bodenplatte aus Beton.


Bild 1 zeigt die Vorbereitungsmaßnahme am neuen Standort des Trichters, Bild 2 und 3 zeigen den Trichter samt Bodenplatte. Bild 4 zeigt einen Andi, der gerade die No.1 aufsperrt um den Motor warm laufen zu lassen. großes Grinsen

Nachdem der HS882 ein paar Minuten im Standgas lief, hob Andi die Schleppschaufel an, schwenkte den Oberwagen um 180° und machte sich langsam auf den Weg in Richtung des Trichters.

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Am Trichter angekommen, ließ Andi die Schleppschaufel ab, so dass wir vorbereiteten Anschlagmittel einhängen konnten. Eingehängt wurden Stahlseil und Ketten in das 3te oder 4te Kettenglied hinter der Schleppkettenaufnahme der Hendrix Schleppschaufel... Die hier im regulären Arbeitsbetrieb auftretenden Zugkräfte sind um ein vielfaches höher, als die maximal 16 Tonnen, der Betonplatte.

Anschließend hob Andi die Schleppschaufel samt der Anschlagketten an und positionierte Sie über dem Trichter, so dass dieser mit den 4 Strängen angehängt werden konnte. Dann hob er die Schleppschaufel so weit an, dass die Ketten gerade auf Spannung waren. Einen kurzen Moment später hob der Trichter dann schon von der Bodenplatte ab. Mit den 7 Tonnen Gewicht des Trichters und den 8 Tonnen der leeren Schleppschaufel spielt sich der HS882 noch.

Der Trichter wurde ein Stück nach links geschwenkt und wieder auf dem Boden abgesetzt. Der Trichter ist mit 4 in der Betonplatte eingegossenen M24 Gewindestangen verschraubt. Als Durchgangslöcher in den Schienen hat man wohl eta 26mm als Maß gewählt. :hihi Nachdem sich das einfädeln des Trichters somit beim letzen mal zur Geduldsprobe entwickelt hatte, wurden die 4 Löcher diesmal mittels Schneidbrenner gleich nochmal etwas rabiat vergrößert. großes Grinsen

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Nachdem die vier Löcher mittels Schneidbrenner vergrößert waren, hob Andi den Trichter wieder an, drehte sich um 180° und fuhr in Richtung des neuen Standortes.

Dort wurde der Trichter neben dem neu erstellten Plateau abgestellt, denn zunächst musste ja die Betonplatte umgesetzt werden.

Bis morgen!

winke

der Schlorg

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Als Andi mit der No.1 zum alten Standort zurückgekehrt war, wurde als nächstes also die Bodenplatte aus Beton mittels einem Vierergehänge angehängt und vorsichtig angehoben.

Das Kran-LNB verriet uns, dass der Liebherr mit den rund 25 Tonnen am Seil bei einer Auslegerneigung von etwa 56° so langsam am Ende der regulären Traglast angekommen war... Anmerken lassen hat sich der Bagger davon rein gar nichts und stand selbst auf dem leicht abschüssigen Teil der Fahrtstrecke wie festgeklebt am Boden. daumen

So kam auch die Bodenplatte nach ein paar Minuten am neuen Standort an. smile


.

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